Wie luxemburgische KMU KI nutzen können
Künstliche Intelligenz bietet Luxemburgs KMU praktische Werkzeuge, um Prozesse zu optimieren, sich wiederholende Aufgaben zu automatisieren und die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.
Jean-Michel Gaudron
KI ist heute ein wesentliches Element für jedes Unternehmen, das Effizienz und Produktivität steigern möchte, unabhängig von der Größe.
Künstliche Intelligenz sollte nicht auf generative KI-Werkzeuge beschränkt sein, sondern als eine Suite von Technologien betrachtet werden, die es Maschinen ermöglichen, menschliche Fähigkeiten zu simulieren.
Diese Technologien verfolgen drei Hauptziele:
- Lernen: Datenanalyse zur Erkennung von Mustern und zur Verbesserung der Ergebnisse
- Begründung: Schlussfolgerungen aus verfügbaren Informationen ziehen
- Handeln: Entscheidungen treffen oder Maßnahmen autonom empfehlen
Die vier wichtigsten Schritte der KI im Geschäftsleben
Anthony Auert, Manager Mobility – Business Relationship Management, erklärte auf der zweiten Club Innovation des Jahres: "Die Funktionsweise von künstlicher Intelligenz lässt sich in vier Hauptschritte unterteilen: Datenerhebung, durch Sensoren oder durch die Zusammenstellung statistischer oder historischer Informationen; Lernen durch Datenanalyse durch einen Algorithmus; Erstellung eines prädiktiven Modells auf Basis dieses Lernens; und schließlich die Umsetzung der daraus resultierenden Vorhersagen, Warnungen oder Empfehlungen."
Im März gemeinsam organisiert von der Chamber of Skilled Crafts und Luxinnovation, brachte diese Veranstaltung rund 70 Teilnehmer zusammen und konzentrierte sich im Rahmen des Enterprise Europe Network (EEN) auf künstliche Intelligenz in KMU.
Zu den aktuellsten aktuellen Anwendungen von KI gehören:
- Sprachverarbeitung
- Empfehlungssysteme
- Maschinelle Übersetzung
- Sprachassistenten
- Bilderkennung
- Prädiktive Erhaltung
- Streckenberechnung
Beim neuesten Club Inno zeigte Christian Michel (TeamIA), wie sein Unternehmen KI nutzt, um E-Mails thematisch zu sortieren und deren Prioritäten zu bewerten, während Jérémy Jean (ControlC) zeigte, wie KI Baustellendokumente im Bausektor analysieren und organisieren kann.
KI einführen: Schritte zu einer erfolgreichen digitalen Strategie
Die Integration künstlicher Intelligenz in Ihre Prozesse erfordert eine klare und effektive digitale Strategie. Mickael Desloges, Senior Advisor – Assessments & Roadmaps bei Luxinnovation, erklärt: "Dies beginnt mit einer Überprüfung bestehender Prozesse, um Ineffizienzen zu identifizieren und Prioritäten festzulegen."
Dies ist der Zweck der Fit 4 Digital und Fit 4 KI-Leistungsprogramme , die von Luxinnovation verwaltet werden, bei denen ein genehmigter Berater diese erste Bewertung durchführt und eine Roadmap erstellt.
Ein wichtiger Aspekt ist es, zu wissen, wie man die oft großen verfügbaren Datenmengen nutzt. "Gut strukturierte und sichere Daten ermöglichen bessere Entscheidungsfindung, verbesserte Kundenbeziehungen und Automatisierung von Aufgaben", sagt Herr Desloges.
Er hebt außerdem die Bedeutung einer robusten, skalierbaren technologischen Infrastruktur hervor, die ERP (Enterprise Resource Planning), CRM (Customer Relationship Management), MES (Manufacturing Execution System), SCADA (Supervisory Control and Data Acquisition) oder Cloud-Lösungen für eine effiziente Digitalisierung umfassen kann.
All dies muss auf einer hochsicheren Infrastruktur gestützt werden. "Cybersicherheit ist nicht optional", warnt Herr Desloges. "Es ist unerlässlich, Vermögenswerte zu schützen, die Datenintegrität zu gewährleisten und Vertrauen in digitale Ökosysteme aufzubauen."
Finanzielle Unterstützung in Form von direkter Unterstützung des Wirtschaftsministeriums oder Steueranreizen kann Unternehmen ebenfalls zur Verfügung stehen, vorbehaltlich der Anspruchsberechtigung.
Luxemburger KI-Fabrik: die zentrale Anlaufstelle zur Implementierung von KI
Die Luxemburger KI-Fabrik wurde im Rahmen der nationalen KI-Strategie Luxemburgs ins Leben gerufen und ist ein integriertes Ökosystem, das darauf ausgelegt ist, die KI-Einführung in Unternehmen jeder Größe und Branche zu beschleunigen. Seine Mission ist es, Start-ups, KMU und große Unternehmen in jeder Phase ihrer KI-Reise zu unterstützen – von der ersten Bekanntheit bis zur Produktionseinführung.
Koordiniert von LuxProvide und unterstützt von Luxinnovation, dem Luxemburger Nationalen Datendienst (LNDS), der Universität Luxemburg und dem Luxemburger Institut für Wissenschaft und Technologie (LIST), bietet die Luxemburger KI-Fabrik souveräne Infrastruktur auf Basis des Supercomputers MeluXina. Sie bietet umfassende Expertenunterstützung: KI-Reifebewertung, Roadmap-Design, Datenvorbereitung, Entwicklung von Proof-of-Concept-Ergebnissen, Einhaltung des Europäischen KI-Gesetzes sowie Zugang zu nationalen und europäischen Fördermitteln.
"Die Luxemburger KI-Fabrik bietet Unternehmen einen echten Wettbewerbsvorteil, da sie Zugang zu einem Netzwerk akkreditierter KI-Experten, regulatorischen Testumgebungen (Sandboxing) im Einklang mit europäischem Recht und Unterstützung bei der Identifizierung von Finanzierungsmöglichkeiten bietet", sagt Herr Desloges.
Um mehr über die Luxemburger KI-Fabrik, die Programme Fit 4 Digital und Fit 4 AI oder die finanzielle Unterstützung für die digitale Transformation Ihres Unternehmens zu erfahren, steht Ihnen das Luxinnovation-Team zur Verfügung, um Ihre Situation zu bewerten.