Hallcon: Nachhaltige Hallensysteme mit Fit 4 Sustainability

Wie Hallcon mit Fit 4 Sustainability Energie spart, Kreisläufe schließt und Nachhaltigkeit in den Hallenbau integriert.

Andrea Kuhfuss
08/05/2026

Hallcon ist ein in Nordluxemburg ansässiges Industrieunternehmen und Experte für den professionellen Hallenbau. Das Unternehmen ist auf die Planung, Entwicklung und den Aufbau modularer Hallensysteme für Industrie‑ und Gewerbekunden spezialisiert. 

Neben Funktionalität und Qualität gewinnen dabei Fragen rund um Materialeinsatz, Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit zunehmend an Bedeutung – sowohl im eigenen Betrieb als auch in den Lösungen für die Kunden.

Zwischen Wachstum und steigenden Energieanforderungen

Für Hallcons geschäftsführenden Gesellschafter Gregor Schütz war der Wunsch nach nachhaltigen Lösungen im Betrieb schon lange präsent. Von Beginn an verfolgte er das Ziel, Nachhaltigkeit nicht getrennt, sondern als Bestandteil unternehmerischer Entscheidungen zu denken. „Uns war klar, dass wir nachhaltiger werden wollen, aber zuerst mussten wir verstehen, wo unser größter Hebel liegt“, fasst er die Ausgangslage zusammen.

Eine Präsentation über das Fit 4 Sustainability Programm der Beratungsfirma Sustain bei einem Austausch zwischen benachbarten Unternehmen, gab schließlich den entscheidenden Impuls. Schon beim Auftakttreffen mit den Beratern wurde klar: Fit 4 Sustainability bietet nicht nur eine Analyse, sondern ein strukturiertes Vorgehen mit klaren Handlungsempfehlungen. „Durch die Erläuterungen wurde deutlich, dass es nicht um Theorie geht, sondern um Lösungen, die zu unserem Betrieb passen“, unterstreicht Herr Schütz.

Ein genauer Blick auf Energieverbrauch und Emissionen

Im Rahmen des Programms wurde bei Hallcon eine umfassende Analyse durchgeführt, mit CO₂‑Fußabdruck und Energie‑Audit (durchgeführt von ID Tech, in Zusammenarbeit mit Sustain). Die Ergebnisse bestätigten viele bestehende Annahmen, zeigten jedoch erstmals transparent, woher die größten Treibhausgasemission kommen: in erster Linie aus den zu verarbeitenden Materialien bei den Projekten.

Entscheidend war die verlässliche Datengrundlage: „Es gab keine großen Überraschungen, aber wir hatten endlich die Bestätigung durch eindeutige Zahlen“, erklärt Herr Schütz. Diese Klarheit bildete die Basis für gezielte Investitionsentscheidungen beim Übergang zu einer Low-Carbon-Engineering-Strategie.

Konkrete Maßnahmen mit Fokus auf Energie und Kreisläufe

Konkrete Maßnahmen konzentrieren sich auf drei Achsen: Optimierung der Produktion und der Gebäude, Mobilität und Dekarbonisierung der Produktion. So installierte Hallcon eine Kombination aus Photovoltaik, Wärmepumpen und einer Biomasseanlage unterstützt durch öffentliche Fördermittel. 

Die Biomasseanlage nutzt Holzabfälle aus der eigenen Produktion und verwertet diese sinnvoll weiter, ganz im Sinne der Prinzipien der Kreislaufwirtschaft. „Wenn Holzreste ohnehin anfallen, ist es nur logisch, sie für die Beheizung zu nutzen“, sagt Herr Schütz.

Parallel zu den energetischen Maßnahmen setzte Hallcon auch organisatorische Veränderungen um. Ein neues, ganzheitliches IT‑System bildet künftig sämtliche Abläufe von Einkauf über Lager bis zur Abrechnung ab. Aufgaben, die zuvor extern vergeben waren, werden nun intern organisiert, begleitet von Schulungen und einer angepassten Struktur.

Viele dieser Schritte ließen sich im Zuge des Neubaus gut bündeln und strategisch planen, was den Übergang erleichtert.

Wenn Umweltaspekte in Kundenprojekte einfließen

Hallcon setzt die Erkenntnisse aus Fit 4 Sustainability jedoch nicht nur in den eigenen Abläufen und Gebäuden um, sondern integriert sie auch in Kundenlösungen. So werden Hallensysteme zu rund 90 % aus Holz realisiert und Photovoltaik‑Anlagen werden bei Angeboten systematisch mitgedacht. Kunden erhalten transparente Informationen und können bewusst zwischen verschiedenen Varianten wählen.

„Wir haben gelernt, Nachhaltigkeit nicht nur intern zu denken, sondern sie aktiv in unsere Angebote einzubauen“, erläutert Herr Schütz. Dieses Beispiel zeigt eindrücklich, wie Umweltaspekte im industriellen Umfeld systematisch in Geschäftsprozesse einfließen können.

Ein Prozess mit klarer Perspektive

In den kommenden Monaten stehen der Abschluss des Neubaus, die vollständige Inbetriebnahme der neuen IT-Systeme sowie weitere Schulungen der Mitarbeitenden an. Für Hallcon hat sich Fit 4 Sustainability als wirkungsvoller Hebel erwiesen, um ökologische Ziele mit der betrieblichen Realität zu verbinden. So wurden bestehende Ideen strukturiert, Investitionen gezielt angegange und passende Fördermöglichkeiten effektiv genutzt.

Am 21. Juni beteiligt sich Hallcon am Tag der offenen Tür in der Industriezone Drinklange, gemeinsam mit neun weiteren Unternehmen. Besucherinnen und Besucher erhalten dort Einblicke in aktuelle Projekte, auch rund um nachhaltiges Bauen und Energie.

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