Reckinger ISO 14001-zertifiziert dank Fit 4 Sustainability
Die Teilnahme an dem von Luxinnovation geleiteten Programm ermöglichte es dem familiengeführten Mal- und Dekorationsunternehmen, einen wirklich nachhaltigen Ansatz zu entwickeln.
Mit einer Tradition als Maler und Dekorateure, die seit 1946 in Luxemburg vom Vater auf den Sohn weitergegeben wurde, beschäftigt das Unternehmen Reckinger etwa fünfzig Mitarbeiter, die sich auf Malerei, Bodenbeläge sowie akustische und isolierende Designs spezialisiert haben.
Unterstützt von Luxinnovation über mehrere Jahre, nahm das Unternehmen zunächst 2019 am Fit 4 Digital-Programm teil. Dies ermöglichte es ihm, eine Reihe von Prozessen zu automatisieren und Dateneingabe sowie -überwachung zu optimieren, dank der Implementierung eines neuen ERP-Systems. "Für ein Kunsthandwerksunternehmen wie unseres war dies ein großes Projekt, das fast zwei Jahre dauerte", erinnert sich Christoph Reckinger, der CEO des Unternehmens.
Verbesserung der Umweltleistung
Nach der Teilnahme an Fit 4 Digital stellte sich schnell die Frage der Nachhaltigkeit. Das Ziel war es, die ISO-14001-Zertifizierung zu erlangen, die einen Rahmen zur Kontrolle der Umweltauswirkungen des Unternehmens und zur kontinuierlichen Verbesserung der Umweltleistung bietet. "Wir haben aus dem Nichts angefangen und wussten nicht, wie wir dieses riesige Projekt angehen sollten", sagt Herr Reckinger.
Wir hatten stets sehr kompetente Unterstützung von Luxinnovation. Christoph Reckinger
Im Gespräch mit dem Berater Traxxion, der das Unternehmen im Fit 4 Digital-Programm unterstützte, fand Reckinger es ganz natürlich, mit dem Beitritt zu Fit 4 Sustainability weiterzumachen, um die nötige Unterstützung für dieses neue Vorhaben zu erhalten. "Wir hatten bereits die Gelegenheit, sehr effizient mit Luxinnovation zusammenzuarbeiten. Wir erhielten immer sehr kompetente Unterstützung und wussten, wie das System funktionierte."
Einbeziehung aller Mitarbeiter
Die Analyse des CO2-Fußabdrucks, der erste Schritt des 2022 gestarteten Programms, ermöglichte es, alle Themen im Zusammenhang mit Wasser, CO2-Fußabdruck, Energie und Kreislaufmanagement präziser zu identifizieren.
Während die Fahrzeugflotte des Unternehmens – etwa dreißig Vans, die ständig unterwegs sind – der größte Energieverbraucher ist, zeigte die Analyse, dass auch die Verlegung von Bodenbelägen, Vinyl oder Kunststoff, die nur einen kleinen Teil des Umsatzes ausmacht, eine große Menge CO2-Emissionen verursachte. "Unser Einfluss auf diesen Parameter ist sehr begrenzt, weil wir auf die auf den Märkten verwendeten Produkte angewiesen sind. Andererseits konnten wir viele kleine, alltägliche Dinge umsetzen, die einen Unterschied machen können."
Diese Philosophie führte zur Einrichtung eines Ëmwelt-Komité, eines internen Umweltausschusses. Die Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern des Managements und ehrenamtlichen Mitarbeitenden, hat als Aufgabe, Umweltprioritäten zu definieren, konkrete Maßnahmen umzusetzen und den Fortschritt zu überwachen.
60 % weniger Abfall
Umrüstung von Lampen zu LEDs; Installieren wirtschaftlicherer Toilettenspülungen; verstärkte Überwachung des Fahrzeugverbrauchs und ausführliche Analysen bei der Bestellung neuer Fahrzeuge; Ersatz von Plastikwasserflaschen durch einzelne Flaschen, die von Trinkbrunnen gespeist werden; Ersetzen beschädigter oder verbrannter Belüfter; Verbesserung der Werkzeugreinigungsprozesse... Das Alltagsleben bei Reckinger hat eine nachhaltigere Richtung eingeschlagen. "Eine unserer größten Maßnahmen war die Einrichtung eines Abfallrecyclingsystems. Früher ging alles in einen einzigen Behälter. Von jetzt an wird nichts mehr weggeworfen, ohne sortiert zu werden. Was die Nachhaltigkeit betrifft, ist das ein großer Fortschritt. Alle Mitarbeiter waren sofort in die Reflexionen eingebunden und es wird viel Schulung angeboten, damit alle die besten Praktiken übernehmen. Wir organisierten außerdem Workshops in kleinen Gruppen, an denen alle Mitarbeiter beteiligt waren, um Ideen zu sammeln, um unseren CO₂-Fußabdruck weiter zu verringern."
Das Ergebnis dieser intensiven Sortier-Philosophie zeigte sich schnell: Zwischen 2023 und 2024 lag die Reduzierung des Mischabfalls bei fast 60 %.
Für uns bedeutet Innovation nicht, eine große Maschine zu installieren, sondern täglich auf all diese kleinen Dinge zu achten. Christoph Reckinger
All diese kleinen Schritte wurden unternommen, um die ISO 14001-Zertifizierung zu erhalten, die dem Unternehmen schließlich im November 2024 für einen Zeitraum von drei Jahren verliehen wurde. Die Erstellung und Pflege eines Abfallregisters ist beispielsweise Teil des von diesem Standard vorgegebenen Rahmens. "Wir sind jetzt gut strukturiert, und das Handeln des Umweltausschusses ermöglicht es, eine regelmäßige und ernsthafte Überwachung aller uns durch ISO 14001 auferlegten Indikatoren zu gewährleisten. Es ist für uns unerlässlich, langfristig zu arbeiten. Durch all diese kleinen Dinge können wir uns von der Konkurrenz abheben. Für uns bedeutet Innovation nicht, eine große Maschine zu installieren, sondern täglich auf all diese kleinen Dinge zu achten und die besten Prozesse einzuführen."