PACT-H2: 3 Millionen Euro für grenzüberschreitenden Wasserstoff
Luxinnovation ist Partner im Interreg PACT-H2-Projekt, das 3 Millionen Euro und 26 Partner mobilisiert, um Wasserstoff in der Großregion zu entwickeln.
Jean-Michel Gaudron
Die Nutzung und Produktion von Wasserstoff spielt eine wichtige Rolle bei der Energiewende und der Erreichung der Klimaziele. Sie ist aufgrund ihrer Industriestruktur von zentraler Bedeutung für die Großregion (das grenzüberschreitende Kooperationsgebiet, das Luxemburg, Saarland, Rheinland-Pfalz, Lothringen und Wallonien vereint).
Auf Initiative der Saarlandischen Wasserstoffagentur H2Saar und mit Unterstützung von 26 Partnerinstitutionen aus Deutschland, Frankreich, Belgien und Luxemburg hat das Interreg PACT-H2-Projekt von der Europäischen Union eine Fördergenehmigung in Höhe von insgesamt etwa 3 Millionen Euro über drei Jahre erhalten.
Die luxemburgischen Partner sind GPSS (das auch das ECHO-WAVE-Projekt leitet), die Universität Luxemburg, Creos Luxembourg Hydrogen und Luxinnovation.
PACT-H2: ein Interreg-Projekt zur Koordination grenzüberschreitendes Wasserstoffs
Im Kontext bedeutender wirtschaftlicher Transformationsprozesse verfolgt das "Wasserstoffakzeptanz- und grenzüberschreitende Kooperationsprojekt" (PACT-H2) zwei Hauptziele: die Koordination von Wasserstoffstrategien im grenzüberschreitenden Maßstab und die Stärkung der sozialen Akzeptanz dieses Sektors.
Davon werden nun 1,7 Millionen Euro vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (ERDF) finanziert, weitere 0,5 Millionen Euro vom Saarländischen Wirtschaftsministerium. Die restlichen Mittel stammen aus der Mitfinanzierung oder aus den eigenen Mitteln der Projektpartner.
Wasserstoff in Luxemburgs Dekarbonisierungsstrategie
Wasserstoff ist eine Ressource, die es ermöglicht, Energie ohne CO₂-Fußabdruck zu speichern und freizusetzen, wenn sie aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Dieser 'grüne' Wasserstoff ist die nachhaltigste Lösung und ideal zur Dekarbonisierung der Industrie, im Gegensatz zum 'grauen' Wasserstoff, der hauptsächlich durch Wiederbildung von Erdgas erzeugt wird, und dem 'blauen' Wasserstoff, der ebenfalls aus Erdgas gewonnen wird, aber in einem Prozess, der das erzeugteCO2 erfasst und speichert.
Im Rahmen seiner 2021 vorgestellten Wasserstoffstrategie möchte Luxemburg seine Bemühungen auf den Einsatz von "grünem" Wasserstoff bei der Integration von Sektoren konzentrieren, die durch direkte Elektrifizierung schwer zu dekarbonisieren sind, wie etwa die Schwerindustrie.
Anfang 2026 wurden die Prioritäten der verarbeitenden Industrie neu bewertet. Technologien zur Abscheidung, Nutzung und Speicherung von Kohlendioxiddioxid (CCUS) sind heute sehr präsent. Wasserstoff steht als wichtiger Hebel in der Dekarbonisierungs-Roadmap, die die Regierung im Land umsetzt, an zweiter Stelle, vor Energieeffizienzmaßnahmen und Elektrifizierung.
Dies erfordert den Aufbau von Verbindungsinfrastrukturen, um die Verbrauchsstandorte mit dem zukünftigen nationalen Wasserstoff-Backbone (dem HY4Link-Projekt) zu verbinden, an dem ein Konsortium aus Natran (FR), Creos Luxembourg Hydrogen (LU) und Fluxys Hydrogen (BE) arbeitet. Die Route einer solchen grenzüberschreitenden Wasserstofftransportinfrastruktur muss weiterhin optimiert werden, um die Gesamtkosten zu minimieren.
Die Rolle von Luxinnovation im PACT-H2-Projekt
"Unsere Teilnahme an diesem Projekt steht im Einklang mit dieser Wasserstoffstrategie, zur Unterstützung der Energiewende und zur Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, um bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen", erklärt Anthony Auert, Mobility Manager – Business Relationship Management bei Luxinnovation. "Durch PACT-H2 unterstützen wir die Entwicklung einer kollaborativen Wasserstoffwirtschaft in der Großregion."
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit zum Aufbau eines regionalen Ökosystems sowie die Vernetzung und Koordination wasserstoffbezogener Aktivitäten in der Großregion werden hier eine Schlüsselrolle spielen. Neben politischen Entscheidungsträgern muss die Gesellschaft insgesamt über die positiven Auswirkungen einer Wasserstoffwirtschaft (z. B. auf den Arbeitsmarkt) informiert werden, um die Akzeptanz der entsprechenden Projekte zu verbessern.
Das PACT-H2-Projekt zielt darauf ab, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den strategischen und kommunikativen Ansätzen der beteiligten Regionen zu identifizieren und Lösungen für gezielte und koordinierte Strategien zu entwickeln.
"Luxinnovation wird zum Projekt beitragen, indem es tiefgehendes Wissen über seine Kunden und das lokale Ökosystem bereitstellt. Wir werden Luxemburgs Innovation im Bereich Wasserstoff fördern und die Verbreitung der Ergebnisse von PACTH2 unterstützen", erklärt Auert.
Wenn Sie laufende Projekte oder Planungsphasen im Bereich Wasserstoff und Energiewende haben, stehen die Teams von Luxinnovation Ihnen zur Seite.