KI-Startups und Scaleups in Luxemburg

Luxemburg hat sich zu einem lebendigen Zentrum für KI-Innovationen entwickelt und fördert ein dynamisches Ökosystem von Startups und Scaleups, die künstliche Intelligenz nutzen, um den technologischen Fortschritt in verschiedenen Sektoren voranzutreiben.

Daten und Fakten

Luxemburgs KI-Startup-Ökosystem auf einen Blick

Die Stärkung nationaler KI-Startups ist Teil des umfassenderen Bestrebens Luxemburgs, im Bereich einer verantwortungsvollen und menschenzentrierten KI führend zu sein, wie in der luxemburgischen KI-Strategie dargelegt. Die Strategie fördert eine nachhaltige, datengesteuerte Wirtschaft, indem sie in KI-Fähigkeiten, Forschung, Innovation und ethischen Einsatz investiert. 

Um diese auf Startups ausgerichtete Sichtweise zu ergänzen, bietet das Luxembourg AI Ecosystem Mapping eine breitere Perspektive, die Interessengruppen umfasst, die von Startups, Unternehmen, Forschungseinrichtungen, öffentlichen Einrichtungen und Unterstützungsorganisationen entlang der nationalen KI-Wertschöpfungskette reichen. 

Dieser Artikel befasst sich mit dem nationalen KI-Startup-Ökosystem und wurde im Juni 2026 auf der Grundlage eines Datensatzes von Startups und Scaleups erstellt, die in Luxemburg aktiv und seit 2006 gegründet wurden. Um aufgenommen zu werden, müssen Unternehmen ein Produkt anbieten, das auf Technologien der künstlichen Intelligenz (KI) basiert, diese integriert oder entwickelt. 

KI ist weit gefasst und umfasst eine Reihe von Technologien, darunter maschinelles Lernen, Deep Learning, Natural Language Processing (NLP), Computer Vision und andere verwandte Bereiche. 

Die primäre Informationsquelle ist die öffentliche Dealroom-Datenbank, die mit dem von Luxinnovation entwickelten KI-Mapping abgeglichen wurde, um Genauigkeit und Vollständigkeit zu gewährleisten. 

Die Startups und Scaleups, die in der Dealroom-Datenbank aufgeführt sind, folgen diesen Kriterien: schnell skalierende/skalierbare Unternehmen, maximal 20 Jahre alt, innovativ und in Luxemburg aktiv (Hauptsitz, Gründungsort oder reguläres Büro). 

Da es sich um eine kollaborative Datenbank handelt, werden Startups, die derzeit nicht aufgeführt sind, ermutigt, ein Profil zu erstellen, das in zukünftige Analysen einbezogen werden soll. 


Wachstum im Laufe der Zeit

Anfang 2026 waren in Luxemburg 263 Startups aktiv, die KI nutzen, was 31% des nationalen Ökosystems entspricht. Davon haben 80% ihren Hauptsitz in Luxemburg, was die Rolle des Landes als Schöpfer und Anwender von KI-Innovationen unterstreicht. 

Die Zahl der KI-Startups hat sich seit 2020 mehr als verdoppelt, was die rasche Integration von KI in allen Branchen widerspiegelt. Dieses Wachstum hat sich in den letzten Jahren beschleunigt, wobei allein im Jahr 2025 eine Rekordzahl von 41 neuen Startups gegründet wurden, die KI integrieren. Diese Zahlen deuten auf ein junges, sich schnell entwickelndes Ökosystem hin, das an Dynamik und Reife gewinnt und sowohl von lokalen Talenten als auch von unterstützenden nationalen Strategien angetrieben wird.

Im Zeitraum 2023-25 wurden in Luxemburg 230+ neue Startups gegründet, von denen fast die Hälfte (45%) KI nutzen. 

Abbildung 1: Anzahl der KI-Startups in Luxemburg pro Gründungsjahr

Quelle der Daten: Dealroom


Am stärksten vertretene Branchen

Das luxemburgische KI-Startup-Ökosystem weist eine starke Konzentration auf Unternehmenssoftware auf, die mit 107 Startups an der Spitze liegt, gefolgt von Fintech (48) und Gesundheit (38). Dies spiegelt den strategischen Fokus des Landes auf B2B-Innovation, Finanzdienstleistungen und digitale Gesundheit wider.  

Im Bereich der Unternehmenssoftware verwenden rund die Hälfte der Startups KI, was eine ausgeprägte Expertise in SaaS- und B2B-Lösungen widerspiegelt. Im Gegensatz dazu nutzen im Fintech-Sektor nur 24 % der Startups in Luxemburg KI, was auf eine vergleichsweise langsamere Verbreitung hindeutet. Im Gesundheitssektor setzen nahezu 40 % der in Luxemburg ansässigen Startups KI für verschiedene Anwendungen ein, wie etwa im Bereich der psychischen Gesundheit, Diagnostik, Wirkstoffforschung usw.

Auch die Weltraumtechnologie entwickelt sich mit 21 Startups zu einer bedeutenden Nische, was mit den nationalen Investitionen Luxemburgs in die Weltraumwirtschaft im Einklang steht.  

Sehen Sie sich Anwendungsfälle und Erfolgsgeschichten an, indem Sie hier klicken.

Abbildung 2: Anzahl der luxemburgischen KI-Startups nach Branche

Datenquelle: Dealroom - Ein Startup kann in bis zu 2 Branchen eingeteilt werden. 


Finanzierung von KI-Startups

38% der KI-Startups in Luxemburg haben seit ihrer Gründung Finanzierungen erhalten, wobei 21% mindestens 1 Million Euro eingeworben haben. Gleichzeitig befinden sich 17% (46 Start-ups) noch in der Pre-Seed-Phase und haben weniger als 1 Million Euro aufgenommen, was auf eine starke Pipeline an Frühphasenunternehmen hinweist. 

Insgesamt weisen KI-Startups eine höhere Finanzierungsquote auf als das breitere Ökosystem (38% gegenüber 31%), insbesondere in den Pre-Seed- und Seed-Phasen. Wie im Folgenden näher erläutert wird, fallen die Finanzierungsrunden jedoch tendenziell kleiner aus als der Durchschnitt im gesamten Ökosystem.

Abbildung 3: Anteil luxemburgischer KI-Startups an der Gesamtfinanzierungsspanne

Quelle der Daten: Dealroom 


Fokus auf KI-Startups mit Hauptsitz in Luxemburg

Seit 2020 ist die Finanzierung von KI-Startups mit Hauptsitz in Luxemburg stark gestiegen und hat sich zwischen 2023 und 2025 bei etwa 50–60 Mio. € stabilisiert, was auf eine reifere Entwicklungsphase hindeutet. Gleichzeitig ist die Anzahl der Finanzierungsrunden relativ hoch geblieben, was eine anhaltende Investorenaktivität widerspiegelt. 

Im ersten Halbjahr 2026 wurde bereits ein Rekord erreicht, mit 80 Mio. €, die über 9 private Finanzierungsrunden eingesammelt wurden. Dies deutet klar auf eine Verschiebung hin zu größeren Deals hin. 

Im Zeitverlauf liegt die durchschnittliche Runde bei 3 Mio. €, gegenüber einem Median von 500.000 €, was auf eine starke Kapital­konzentration bei einer kleinen Anzahl besonders erfolgreicher Startups hindeutet, während die meisten Unternehmen kleinere Beträge aufnehmen. Beide Kennzahlen liegen weiterhin leicht unter denen des gesamten Luxemburgischen HQ-Ökosystems, was darauf hindeutet, dass KI-Startups historisch gesehen eher auf kleinere, inkrementelle Finanzierungsrunden angewiesen waren. 

Das Jahr 2026 stellt jedoch einen Wendepunkt dar, mit deutlich höheren durchschnittlichen Runden, die nun das breitere Ökosystem übertreffen und einen Übergang in eine Scaleup-Phase signalisieren.

Abbildung 4: Entwicklung der Finanzierung für KI-Startups mit Hauptsitz in Luxemburg nach Betrag (in €) und Anzahl der Finanzierungsrunden

Quelle der Daten: Dealroom
*Alle Finanzierungsarten, sowohl private als auch öffentliche Unterstützung


Wie viel der Startup-Finanzierung in Luxemburg fließt in KI? 

Bis 2023 lag der Anteil der KI-bezogenen Finanzierungsrunden durchweg über dem Anteil des eingesammelten Kapitals, was auf unterdurchschnittliche Ticketgrößen hindeutet – trotz eines stetigen Anstiegs beider Kennzahlen. Auffällig ist, dass der Anteil am Gesamtfinanzierungsvolumen schneller gewachsen ist als der Anteil der Runden, was die zunehmende Bedeutung von KI in der gesamten Kapitalallokation unterstreicht. 

Ab 2024 kehrte sich dieser Trend um: KI vereinnahmte nun einen leicht höheren Anteil am Finanzierungsvolumen als an der Anzahl der Runden. Im bisherigen Verlauf des Jahres 2026 hat sich diese Lücke weiter vergrößert, mit rund 80 % des Kapitals gegenüber etwa 60 % der Runden – ein klares Signal für eine Verschiebung hin zu überdurchschnittlich großen Dealgrößen.

Abbildung 5: Entwicklung des Anteils der Finanzierungsrunden und der von KI-Startups mit Sitz in Luxemburg eingeworbenen Summen (in €)

Quelle der Daten: Dealroom
*Nur Startups mit Sitz in Luxemburg, Prozentsatz nur auf der Grundlage der offengelegten Finanzierungen

Luxembourg AI startups


Luxemburgisches KI‑Startup‑Ökosystem

Erhalten Sie einen klaren und prägnanten Überblick über die wichtigsten Fakten und Kennzahlen aus unserer neuesten Analyse des Luxemburger KI‑Startup‑Ökosystems. Dieser Bericht hebt die wesentlichen Erkenntnisse und Datenpunkte hervor.